Erzeugungsanlagen EEG/KWK

Sie planen eine Erzeugungsanlage zu errichten? Dann setzen Sie sich mit uns Verbindung. Wir unterstützen Sie im Zuge des Projektablaufes gerne.

1. Anmeldung

Im ersten Schritt erfolgt die Anmeldung Ihrer geplanten Erzeugungsanlage. Die Anmeldung muss alle wesentlichen Angaben zu Ihrem Vorhaben beinhalten. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen eingetragenen Elektroinstallateur zu wenden.

Wir benötigen folgende Unterlagen von Ihnen:

  • Anmeldung zum Netzanschluss
  • Datenblatt der Erzeugungsanlage
  • Übersichtsschaltbild zum NS-Anschluss
  • Technische Unterlagen des Herstellers der Anlagen
  • Konformitätsnachweis zur Erzeugungseinheit nach VDE-AR-N 4105 
  • Konformitätsnachweis zum NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105
  • Auftrag zur Lieferung der technischen Einrichtung / Voraussetzungen nach § 6 EEG zur Regelung der Anlage nach § 11 EEG

Grundsätzlich hat der Anlagenbetreiber/-eigentümer dafür Sorge zu tragen, dass der Anschluss nach dem anerkannten Regeln der Technik entsprechend der DIN/VDE/FNN-Vorschriften bzw. BDEW-Richtlinien errichtet wird. Bei einem Anschluss an das Mittelspannungsnetz muss die Übergabe- bzw. Trafostation die Anforderungen der BDEW-Richtlinie "TAB 2012 Mitteldeutschland" erfüllen.

2. Beantragung der Netzverträglichkeitsprüfung (Anlagengröße über 30KW):

Nach der Prüfung Ihrer Anmeldeunterlagen erfolgt die Beurteilung der Anschlussmöglichkeit unter Berücksichtigung der Anlagendaten und der ggb. Netzverhältnisse.

Eine Aussage über den endgültigen Verknüpfungspunkt kann erst nach dieser Prüfung getroffen werden. Dieses wird Ihnen schriftlich mitgeteilt. Unter anderem beinhaltet diese

  • den technisch und gesamtwirtschaftlich günstigsten Netzanschlusspunkt,
  • die voraussichtlichen Anschlusskosten (Grobkostenabschätzung) und
  • die techn. Bedingungen zum Netzanschluss

3. Herstellung und Inbetriebnahme des Netzanschlusses

Nach Bestätigung des Anschlusskostenangebotes und Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen werden wir in Abstimmung mit Ihnen umgehend mit der Erstellung des Netzanschlusses beginnen. Nach dessen Fertigstellung erfolgt die Inbetriebnahme der Übergabestelle.

Nach Meldung der Fertigstellung der Kundenanlage durch den Installateur erfolgen der Einbau der Mess- und Zähleinrichtungen und die Inbetriebnahme des Netzanschlusses.

4. Vereinbarungen für die Stromlieferung

Die Vereinbarungen über die Abnahme und Vergütung der Energie aus Ihrer Stromerzeugungsanlage werden zeitnah zur Inbetriebnahme gesondert abgeschlossen. Die Einspeisevergütung erfolgt entsprechend der gesetzlichen Grundlage.

5. Registrierung aller Stromerzeugungsanlagen im Marktstammdatenregister

Neu in Betrieb genommene Anlagen sind vom Anlagenbetreiber im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur zu registrieren.

Die Registrierung ist zugleich Voraussetzung, um eine Förderung der Anlage gemäß dem EEG zu erhalten.

Auch als Betreiber einer Bestands-Stromerzeugungsanlage sind Sie gesetzlich verpflichtet sich und Ihre Anlage im Marktstammdatenregister zu registrieren – unabhängig davon, ob Ihre Anlage bereits in einem früheren Register geführt wurde oder nicht.

Kommen Sie Ihrer Registrierungspflicht zeitnah nach, denn für Bestandsanlagen endet diese am 31.01.2021!

Sollten Sie Ihre Anlage bis zu diesem Zeitpunkt nicht registriert haben, sind wir als Netzbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet, die Vergütungszahlungen für diese Anlage einzubehalten und erst auszuzahlen, wenn die Anlage registriert wurde.

Das Portal finden Sie unter www.marktstammdatenregister.de.

Für weitere Informationen stellen wir Ihnen die Informationsschreiben der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Verfügung.

6. Ende der Förderung Ihrer PV-Anlage

Am 01.01.2021 endet die EEG-Förderung für die ersten PV-Anlagen im Netzgebiet der Stadtwerke Quedlinburg GmbH. Nach und nach werden weitere Anlagen folgen.

Sollten auch Sie vom Auslauf der EEG-Förderung betroffen sein, stehen wir Ihnen gern mit Orientierungshilfen und Hinweisen für den Weiterbetrieb Ihrer Anlage zur Verfügung.

Folgende Optionen können wir unter den aktuell rechtlichen Rahmenbedingungen (Arbeitsstand, September 2020) mit Ihnen realisieren:

  • Änderung des Messkonzeptes, d.h. Umrüstung von 100 % Einspeisung auf vollen Eigenverbrauch i. V. m. Speichernutzung auch als Power-to-Heat (Wärmespeicher) möglich
  • Direktvermarktung, d.h. der überschüssige PV-Strom wird über entsprechend spezialisierte Unternehmen direkt vermarktet

Unsere Ansprechpartner unterstützen Sie gern.